Heizerschwaben

Selbstversuch bestanden: Die ERApro Wärmepumpe heizt jetzt unser eigenes Firmengebäude

Viele Anbieter empfehlen Produkte, die sie selbst nie im eigenen Haus getestet haben. Bei uns ist das anders: Wir haben die ERApro Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R290 Kältemittel jetzt in unserer eigenen Firmenzentrale in der Degenfelder Straße 38 in Lauterstein verbaut – und zwar nicht nur für das Firmengebäude selbst, sondern auch für die Wohnungen im Obergeschoss.

Warum wir das gemacht haben, wie die Installation abgelaufen ist und was das für Sie als Kunde bedeutet, zeigen wir in diesem Beitrag.

Die Ausgangslage: Unser eigenes Gebäude als Praxistest

Unser Firmensitz ist ein typisches gemischt genutztes Gebäude: im Erdgeschoss Büro- und Ausstellungsräume, darüber Wohnungen. Genau die Art von Objekt, bei dem uns Kunden am häufigsten fragen: „Funktioniert eine Wärmepumpe auch bei uns, im Altbau, mit mehreren Parteien?“

Der bisherige Heizbetrieb wurde von zwei Biomassekesseln übernommen. Da einer davon bereits gut in die Jahre gekommen ist, war es an der Zeit, eine neue Lösung anzuschaffen. Für uns war klar, dass es auf eine Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe hinauslaufen würde.

Warum wir uns für die ERApro entschieden haben

Die ERApro gehört zu den Wärmepumpen, die wir Kunden bereits seit längerem empfehlen – gerade für Gebäude mit höheren Vorlauftemperaturen und bestehenden Heizkörpern. Für unser eigenes Haus war sie aus mehreren Gründen die naheliegende Wahl:

  • Vorlauftemperaturen bis 75 °C – wichtig für ein gemischt genutztes Gebäude mit bestehenden Heizkörpern
  • Zuverlässiger Betrieb auch bei niedrigen Außentemperaturen bis -25 °C
  • Natürliches Kältemittel R290 (Propan) mit sehr niedrigem GWP-Wert
  • Ein System für mehrere Parteien – Firmengebäude und Wohnungen aus einer Anlage
  • KfW-förderfähig

Ein weiterer großer Vorteil der ERApro ist die Flexibilität bei der Integration in bestehende Systeme. Dank der vier möglichen Inneneinheiten bietet sie für jede Konstellation eine passende Lösung für das Hydraulikkonzept. So fiel bei uns die Wahl auf das Innengerät CU 1, damit wir die bestehenden Pumpen und Weichen 1:1 weiterverwenden konnten. Die Leistungsdimensionierung wurde auf 13 kW bestimmt, da wir die ERApro in erster Linie für den Brauchwasserbetrieb sowie zur Heizungsunterstützung von März bis November einsetzen. Während der Hauptheizperiode arbeitet die ERApro im Hybridsystem gemeinsam mit einer Pelletheizung. An dieser Stelle ist wichtig zu erwähnen, dass wir über 600 m² Altbaufläche zu beheizen haben.

Technisch hätten wir den gesamten Wärmebedarf auch allein über mehrere ERApro-Einheiten in Kaskade abdecken können. Das hätte unser bestehendes System jedoch nicht optimal unterstützt, da die vorhandene Pelletheizung und die bereits bestehende Anlagentechnik dabei ungenutzt geblieben wären. Die Hybridlösung aus ERApro und Pelletheizung war für uns deshalb die wirtschaftlichere und sinnvollere Wahl.

Die Installation vor Ort

Die Außeneinheit steht kompakt an der Hauswand, auf einem eigens gegossenen Betonfundament zwischen Putzfassade und Holzverschalung.

Tipp: Technisch würde hier auch ein einfaches Streifenfundament mit Fertigelementen aus dem Baumarkt funktionieren.

Der Kondensatablauf wurde direkt in das Kiesbett abgeführt, damit das anfallende Kondenswasser dort versickern kann.

Verbaut haben wir die Anlage mit unseren eigenen Servicetechnikern, wie wir es auch bei unseren Kunden deutschlandweit anbieten: von der Auslegung über die Montage bis zur Inbetriebnahme mit hydraulischem Abgleich und Abgasmessung (bei Verbrennungsanlagen).

Ein System, zwei Nutzungsarten

Das Besondere an unserer Lösung: Die ERApro versorgt nicht nur unsere eigenen Büro- und Ausstellungsräume im Erdgeschoss, sondern gleichzeitig auch die Wohnungen im Obergeschoss mit Wärme. Damit zeigen wir in der Praxis genau das, was viele unserer Kunden mit Mehrfamilienhäusern oder gemischt genutzten Gebäuden umtreibt: Eine moderne Wärmepumpe kann auch dort funktionieren, wo unterschiedliche Nutzer und unterschiedliche Anforderungen unter einem Dach zusammenkommen.

Erste Erfahrungen aus der Praxis

Nach nun drei Monaten im Praxistest können wir vor allem die Zuverlässigkeit der ERApro Luft-Wasser-Wärmepumpe loben. Nicht ein einziges Mal wurde der Betrieb durch einen Fehler oder eine Störmeldung unterbrochen. Zudem arbeitet die Anlage kontinuierlich in einer kaum wahrnehmbaren Lautstärke. Direkt über unserer ERApro befindet sich das Schlafzimmer eines Bewohners, der die Wärmepumpe nach eigener Aussage nachts selbst bei offenem Fenster nicht wahrnimmt. Das zeigt, dass die Anlage gut durchdacht und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet ist.

Die ERApro zeichnet in ihrer Steuerung sämtliche technischen Daten auf und stellt dem Anwender daraus Statistiken zur Verfügung – darunter auch den tatsächlichen COP-Wert. Wir haben diesen Wert zusätzlich über einen eigens für die Wärmepumpe verbauten Strom- und Wärmemengenzähler gegengeprüft. Das Ergebnis ist vielversprechend: Der von der Steuerung errechnete COP von 4,82 liegt sogar leicht unter dem tatsächlich gemessenen COP von 4,94 – und das bei einer Brauchwasserladung von 50 °C!

Unser ehrliches Feedback: Wir sind begeistert von der Effizienz und Zuverlässigkeit dieses zugleich preiswerten Fabrikats.

Warum wir das mit Ihnen teilen

Wer seinen Kunden eine Lösung empfiehlt, sollte selbst von ihr überzeugt sein. Genau deshalb setzen wir die ERApro jetzt auch in unserem eigenen Gebäude ein – nicht als Marketingaktion, sondern als echten Praxistest unter denselben Bedingungen, die auch bei vielen unserer Kunden vorliegen: Altbausubstanz, bestehende Heizkörper und mehrere Nutzer unter einem Dach.

Mehr zur Technik hinter der ERApro und dem R290-Kältemittel lesen Sie in unserem Beitrag Die neue ERApro Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R290 Kältemittel.

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